Öle werden oft als zusätzliche Energiequelle für Pferde eingesetzt – aber welches Öl ist das beste? Viele kennen Haferöl, manche bevorzugen Rapsöl, und immer mehr Pferdebesitzer greifen auf Algenöl zurück. Hier finden Sie einen kurzen Überblick über die Unterschiede, damit Sie das richtige Öl für Ihr Pferd auswählen können.
Haferöl – wird leicht vom Körper aufgenommen, ist aber für Pferde nicht optimal.
Haferöl wird mitunter als gute Wahl angepriesen, da es schnell vom Körper aufgenommen wird. Es handelt sich um ein sogenanntes polares Öl , was bedeutet, dass die Fettsäuren so gebunden sind, dass sie im Darm leicht aufgenommen und vom Körper verwertet werden können.
Betrachtet man jedoch die Fettsäurezusammensetzung, wird das Bild deutlich kritischer:
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Sehr hoher Anteil an Omega-6-Fettsäuren (35–50 %)
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Sehr geringer Anteil an Omega-3-Fettsäuren (1–2 %)
Für Pferde bedeutet dies, dass Haferöl ihnen mehr von den Fettsäuren liefert, die sie bereits in ausreichender Menge erhalten – und fast keine der Fettsäuren, die ihnen oft fehlen. Pferde benötigen generell ein ausgewogeneres Verhältnis von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren, da dies sowohl die Regeneration als auch die Immunabwehr und die Entzündungsprozesse im Körper beeinflusst.
👉 Daher ist Haferöl in der Praxis eine teure Wahl, die selten einen Mehrwert bietet. Geht es lediglich um Energie, ist Rapsöl eine günstigere und ausgewogenere Alternative – und wenn es darum geht , das Entzündungsgleichgewicht und die Gesundheit des Pferdes zu unterstützen, ist Algenöl deutlich wirksamer.
Rapsöl – die neutrale Energiequelle
Rapsöl ist eine gute und leicht erhältliche Wahl, wenn das Pferd zusätzliche Energie benötigt oder beispielsweise Unterstützung für Haut und Fell braucht.
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überwiegend neutral in seiner Zusammensetzung
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Das Verhältnis von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren beträgt etwa 2:1 – ein Verhältnis, das der Körperzusammensetzung des Pferdes selbst ähnelt.
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Im Allgemeinen gut verträglich und für den täglichen Gebrauch geeignet.
Deshalb empfehlen wir Rapsöl, wenn es vor allem darum geht, auf einfache und wirtschaftliche Weise zusätzliche Energie bereitzustellen.
Algenöl – reich an Omega-3-Fettsäuren
Algenöl ist das Öl, das am meisten hervorsticht. Es ist reich an Omega-3-Fettsäuren , von denen Pferde über Raufutter selten ausreichend aufgenommen werden. Omega-3 spielt eine zentrale Rolle bei der Regulierung von Entzündungsprozessen im Körper und unterstützt Haut, Fell, Gelenke und die Regeneration.
In der Praxis sehen wir, dass sich Pferde mit beispielsweise Magengeschwüren oft gut erholen, wenn sie mit anderen Therapien kombiniert werden:
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Algenöl liefert Omega-3-Fettsäuren und stärkt das Entzündungsgleichgewicht.
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Ein ausgewogener Ernährungsplan mit Proteinen, Vitaminen und Mineralstoffen (z. B. Every Day Happy, Peak Performance oder Supreme Minerals)
Was bedeutet das in der Praxis?
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Für den Energiebedarf → Rapsöl ist eine gute und neutrale Wahl.
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Bei besonderen Bedürfnissen (z. B. Magengeschwüren) → kann Haferöl verwendet werden, es liefert jedoch nicht das Fettsäureprofil, das Pferde tatsächlich benötigen.
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Zur entzündungshemmenden Unterstützung → Algenöl ist eindeutig die stärkste Lösung, da es die Omega-3-Fettsäuren liefert, die dem Pferd sonst fehlen.
Kurzzusammenfassung
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Haferöl – wird zwar leicht vom Körper aufgenommen, ist aber unausgewogen (reich an Omega-6-Fettsäuren, fast keine Omega-3-Fettsäuren) und daher nicht die beste Wahl.
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Rapsöl – neutral, billig und als Energiequelle geeignet.
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Algenöl – reich an Omega-3-Fettsäuren, trägt zur Aufrechterhaltung eines entzündungshemmenden Gleichgewichts bei und unterstützt die Regeneration.
👉 Deshalb empfehlen wir Rapsöl, wenn es um Energie geht – und Algenöl, wenn Ihr Pferd mehr als nur Kalorien benötigt.


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