Gras erscheint natürlich und harmlos – doch für sparsame Pferde kann es eine große Zuckerquelle sein.
Besonders im Frühling und Hochsommer, wenn das Gras üppig wächst, kann die Zuckeraufnahme schnell kritisch werden – selbst wenn ausschließlich Gras gefüttert wird. Hier finden Sie ein konkretes Sommerbeispiel, das zeigt, wie viel Zucker ein Pferd tatsächlich aufnehmen kann – allein durch die Fütterung mit Gras.
📊 Ein konkretes Beispiel aus dem Sommer:
Ein 400 kg schweres Pferd auf einer 24-Stunden-Paddock mit frischem Gras
Kann problemlos bis zu 30–40 kg frisches Gras pro Tag fressen.
Der Trockenmasseanteil in frischem Gras liegt typischerweise bei etwa:
- 17–18 % im Frühjahr
- 18–22 % im Hochsommer
Hier nehmen wir 17% Trockenmasse als Ausgangspunkt – ein realistischer Durchschnittswert für frisches Gras während der Wachstumsperiode.
📈 Berechnung:
40 kg frisches Gras × 17 % Trockenmasse = 6,8 kg Trockenmasse
Bei einem Zuckergehalt von:
- 15 % in der Trockenmasse → 1.020 g Zucker pro Tag
- 20 % in der Trockenmasse → 1.360 g Zucker pro Tag
➡️ Dies entspricht dem 3- bis 6-Fachen der Zuckermenge, die ein sparsames 400 kg schweres Pferd höchstens erhalten sollte.
🚩 Zum Vergleich:
Ein sparsames Pferd mit einem Gewicht von 400 kg verträgt je nach Stoffwechsel und Aktivitätsniveau oft maximal 200–400 g Zucker pro Tag .
Das bedeutet, dass selbst sauberes Gras die Toleranzgrenze des Pferdes mehrmals täglich überschreiten kann – ohne dass es dies unbedingt bemerkt.
💡 Ein guter Ratschlag:
Lass das sparsame Pferd in den frühen Morgenstunden grasen.
Das Gras produziert tagsüber durch Photosynthese Zucker – verbraucht aber nachts einen Teil davon.
Der Zuckergehalt ist daher typischerweise am frühen Morgen, vor 10 Uhr, am niedrigsten.
➡️ Weniger Zucker im Gras = weniger Belastung für den Stoffwechsel des Pferdes.
⚠️ Fazit:
Schon wenige Stunden auf zuckerhaltigem Gras können zu einer Zuckeraufnahme führen, die weit über das hinausgeht, was ein sparsames Pferd verträgt.
Es kann das Risiko folgender Ereignisse erhöhen:
- Festnahme
- Insulinresistenz
- Stoffwechselprobleme wie EMS und PPID
✅ Was können Sie tun?
- Begrenzen Sie die Zeit auf dem Rasen – insbesondere mittags und bei sonnigem Wetter
- Wählen Sie Frühstücksgerichte mit geringerem Zuckergehalt.
- Verwenden Sie einen Maulkorb und kombinieren Sie ihn mit einem zuckerarmen Wrap.
- Sorgen Sie für eine ausreichende Mineralstoffversorgung – z. B. mit Supreme Minerals und Salz von Regulator Complete.
👉 Sind Sie sich unsicher, wie viel Zucker Ihr Pferd verträgt?
Lesen Sie hier mehr:
[ Wie viel Zucker verträgt ein sparsames Pferd? → ]


Kommentare (0)
Es gibt noch keine Kommentare. Sei der Erste, der einen Beitrag schreibt!