Möglicherweise haben Sie schon gehört, dass Palmöl eine Substanz namens MCPD enthalten kann .
Aber was ist es eigentlich – und ist es etwas, worüber man sich bei Pferdefutter Sorgen machen sollte?
Was ist MCPD?
MCPD steht für Monochlorpropandiol und kommt in zwei Formen vor:
• 3-MCPD (3-Monochlor-1,2-propandiol)
• 2-MCPD (2-Monochlor-1,3-propandiol)
Diese Substanzen entstehen typischerweise bei hohen Temperaturen während der Verarbeitung von Pflanzenölen – insbesondere bei der Raffination oberhalb von 160–200 °C , wo auch Salze vorhanden sind.
MCPD kommt in geringen Mengen in vielen Lebensmitteln vor, wie zum Beispiel:
- In allen Arten von Pflanzenölen (z. B. Palm-, Soja-, Sonnenblumenöl)
- Frittierte Produkte, einschließlich Fleisch
- Backwaren
- Nussbutter und Säuglingsnahrung
Warum sprechen wir über MCPD?
3-MCPD steht im Verdacht, krebserregend zu sein und hat sich in Tierstudien als nieren- und reproduktionstoxisch erwiesen.
Daher haben sowohl die EFSA (EU) als auch die WHO Grenzwerte festgelegt.
🧮 Wann ist es zu viel?
Die tolerierbare tägliche Aufnahmemenge (TDI) für 3-MCPD beträgt:
2 Mikrogramm pro kg Körpergewicht pro Tag
→ Für ein 500 kg schweres Pferd entspricht dies 1.000 Mikrogramm = 1 Milligramm pro Tag .
🌴 Wie viel MCPD ist in Palmöl enthalten?
Der Gehalt variiert, aber der weltweite Durchschnittsgehalt an Palmöl liegt bei etwa:
2,9 mg 3-MCPD pro kg Öl
(Die EU hat einen Grenzwert von 2,5 mg/kg festgelegt, und viele Hersteller arbeiten aktiv daran, den Wert weiter zu senken.)
🔍 Beispiel: MCPD in Every Day Happy
Every Day Happy enthält 2% Palmöl .
Bei einer täglichen Futtermenge von 250–300 g entspricht dies:
→ 12,5–15 g Palmöl
Berechnungsbeispiel:
2,9 mg/kg × 15 g = 0,0435 mg 3-MCPD pro Tag
= ungefähr 1/23 der tolerierbaren täglichen Aufnahmemenge (TDI) für ein 500 kg schweres Pferd.
👉 Anders ausgedrückt: Das Pferd muss täglich mehr als 7 kg Every Day Happy fressen, um den Grenzwert zu erreichen - was selbst bei hohen Aufbaumengen weit über der empfohlenen Dosis liegt.
🧪 Wurde das Palmöl in Every Day Happy getestet?
Das von uns verwendete Palmöl wird nicht direkt auf MCPD analysiert , da die Überwachung und Kontrolle primär im Verarbeitungsprozess erfolgt.
Aber: Unser Öl wird auf eine Vielzahl weiterer kritischer Substanzen analysiert , darunter:
- Fungizide und Pestizide (etwa 30 verschiedene)
- PCBs – sowohl dioxinähnliche als auch nicht-dioxinähnliche
- Endokrine Disruptoren
✅ Alle gemessenen Substanzen liegen unterhalb der Grenzwerte oder können gar nicht gemessen werden.
⏳ Wie wird MCPD im Körper abgebaut?
1. Aufnahme:
3-MCPD und seine Ester werden im Darm schnell resorbiert. Die Ester werden abgebaut und setzen 3-MCPD frei, das dann in den Blutkreislauf aufgenommen wird.
2. Stoffwechsel:
Die Substanz wird in der Leber abgebaut und bindet an Glutathion – ein natürliches Antioxidans, das der Körper selbst produziert , wenn ausreichend Protein, Selen sowie die Vitamine E und C im Futter vorhanden sind.
3. Ausscheidung:
Die Substanz wird mit einer Halbwertszeit von 2–4 Stunden über den Urin ausgeschieden.
3-MCPD-Ester werden etwas langsamer ausgeschieden, jedoch immer noch innerhalb eines Tages .
👉 Zum Vergleich: Dioxine haben eine Halbwertszeit von etwa 11 Jahren – und stellen daher ein deutlich größeres Risiko im Hinblick auf die Anreicherung im Körper dar.
✅ Fazit
Die Menge an MCPD, die möglicherweise in den sehr geringen Mengen an Palmöl in den Produkten von Regulator Complete enthalten ist, liegt weit unter den Grenzwerten – und stellt kein Risiko für die Gesundheit des Pferdes dar .
Palmöl in unseren Produkten:
- Wird als technisches Hilfsmittel zum Zusammenbinden der Tabletten verwendet.
- Besitzt eine bessere Oxidationsstabilität als viele andere Öle
- Trägt positiv zur Nervenfunktion und zum Fettsäuregleichgewicht bei.
- Ist zertifiziert nachhaltig angebaut
👉 Mit anderen Worten: Es gibt gute Gründe, Palmöl zu verwenden , wenn es ordnungsgemäß verarbeitet und in kleinen, kontrollierten Mengen eingesetzt wird – und in diesem Zusammenhang gibt es keinen Grund zur Sorge wegen MCPD.
📚 Quellen:
- EFSA Journal 2016: Hier lesen
- WHO/FAO-JECFA-Bewertung: Hier lesen
- EU-Verordnung 2020/1322: Hier lesen


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