Vielleicht kennen Sie das: Ihr Pferd beginnt, sein Fell zu wechseln, oder das Wetter ändert sich, und plötzlich bemerken Sie kleine Unregelmäßigkeiten an seiner Haut. Vielleicht gibt es ölige oder trockene Stellen, kleine Beulen, Krusten oder sogar leichte Entzündungen auf der Hautoberfläche.
Es ist nicht unbedingt gefährlich, aber ein Zeichen dafür, dass Ihre Haut beansprucht wird. Zum Glück können Sie viel dagegen tun.
Was ist der Grund dafür?
Die Pferdehaut ist ein großes und empfindliches Organ, das auf Veränderungen des Wetters, der Fütterung und des Hormonhaushalts reagiert. In Phasen der Hauterneuerung – beispielsweise beim Fellwechsel – produzieren manche Pferde zu viel Talg (Hautfett). Dies kann folgende Folgen haben:
- Kleine Unebenheiten und Beulen
- Fettige oder klebrige Hautstellen
- Schuppen, Krusten, Trockenheit und möglicher Juckreiz
- Leichte Entzündung einzelner Poren oder Haarfollikel
Es kann dem sogenannten „Regenekzem“ ähneln und wird häufig durch eine Kombination aus Feuchtigkeit, Wärme, Talg und Bakterien auf der Haut verursacht. Es kann sowohl in Übergangsphasen als auch im Alltag auftreten – insbesondere dann, wenn die Haut nicht atmen und sich regenerieren kann.
Was können Sie tun?
1. Die richtigen Fettsäuren zuführen
Die Haut benötigt ein ausgewogenes Verhältnis von Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. Viele Pferde erhalten heutzutage Omega-3-Präparate (z. B. aus Algenöl), aber bei fettiger oder trockener Haut und kleinen Pickeln kann es auch hilfreich sein, zusätzlich etwas Omega-6 aus einem milden, stabilen Öl wie Rapsöl zu verabreichen.
Unsere Empfehlung:
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Öl |
Menge pro 100 kg Pferd |
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RC O3 Algenöl |
5 ml |
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Rapsöl |
25–30 ml |
Die Kombination aus RC O3 Algenöl und Rapsöl unterstützt das natürliche Gleichgewicht der Haut und hilft dem Körper, Irritationen zu reduzieren und die Haut von innen heraus zu regenerieren.
2. Falls erforderlich, scheren Sie das Pferd leicht.
Bei dichtem Fell und warmer, feuchter Haut kann es sinnvoll sein, das Pferd zu scheren – insbesondere am Hals, im Sattelbereich, an der Hinterhand und anderen dicht behaarten Stellen. Dadurch kann die Haut besser atmen und das Risiko von Hautreizungen wird verringert.
3. Krusten vorsichtig entfernen
Kleine Krusten oder Talgansammlungen können Sie vorsichtig mit den Fingern oder einer weichen Bürste lösen. Gehen Sie dabei sanft vor – die Haut darf nicht gereizt oder verletzt werden.
4. Schonendes Waschen in Betracht ziehen.
Bei schwerwiegenderen Hautproblemen sollten Sie erwägen, die betroffene Stelle mit einem milden antibakteriellen oder antimykotischen Produkt zu waschen – zum Beispiel:
- Chlorhexidin-Shampoo (antibakteriell und mild)
- Betadin-Seife (jodbasiert und mit breitem Wirkungsspektrum)
- Imaverol (enthält Enilconazol, wirkt gegen Pilze)
👉 Verwenden Sie diese Produkte stets mit Vorsicht und vermeiden Sie unnötiges Austrocknen und Reizen der Haut.
Imaverol ist ein verschreibungspflichtiges Medikament und darf nur nach Rücksprache mit einem Tierarzt angewendet werden.
5. Behalten Sie die Entwicklungen im Auge.
Eine Anpassung von Futter und Pflege hilft oft schnell. Sollte die Haut jedoch rot, warm oder schmerzhaft werden oder Flüssigkeit absondern, kontaktieren Sie bitte Ihren Tierarzt, um eine Infektion oder Allergie auszuschließen.
Denken Sie daran: Hautprobleme können das ganze Jahr über auftreten.
Obwohl viele Menschen im Zusammenhang mit dem Fellwechsel Hautprobleme haben, können diese das ganze Jahr über auftreten – insbesondere wenn das Pferd:
• Trägt die Decke über längere Zeiträume
• Hohe Luftfeuchtigkeit um den Körper herum
• Weist Ungleichgewichte im Stoffwechsel, der Ernährung oder dem Hormonprofil auf
• Neigung zu empfindlicher Haut oder Allergien
• Hat viel Fell
Kaltblüter und andere Pferde mit dichtem Fell können im dänischen Klima leicht überhitzen – besonders, wenn sie zusätzlich eine Decke tragen. Die heiße und feuchte Umgebung kann Hautprobleme verursachen, die sich verschlimmern, wenn die Haut nicht atmen kann.
Anhaltende kleinere Hautprobleme können ein Hilferuf des Körpers sein – und es liegt auf der Hand, damit zu beginnen, ihn von innen heraus zu unterstützen.
Gib deiner Haut, was sie braucht
Wir empfehlen stets, mit den Grundlagen zu beginnen:
- Ausreichend Protein, Vitamine und Mineralstoffe
- Hochwertiges Rohfutter – reichlich täglich
- Die richtige Zufuhr von Fettsäuren – nicht zu wenig und nicht zu viel.
Die Kombination aus RC O3 Algenöl und Rapsöl ist ein sanfter und natürlicher Einstieg, wenn das Gleichgewicht der Haut gestört ist – sowohl während des Fellwechsels als auch im Alltag.


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