Wenn ein Pferd sein Futter aus der Trogfutter verschlingt, andere Pferde wegstößt oder sich „futteraggressiv“ verhält, denken viele Menschen, dass es sich um schlechtes Benehmen, fehlende Grenzen oder zu wenig Training handelt.
In der Praxis ist das jedoch fast nie die Erklärung.
Derartige Reaktionen treten selten unerwartet auf.
In den allermeisten Fällen ist dies ein klares Zeichen dafür, dass sich der Körper – und das Nervensystem – seit langer Zeit in einem Zustand des Mangels, der Unsicherheit oder des Ungleichgewichts befindet.
Das Pferd sagt nicht: „Ich bin unartig“.
Es heißt:
„Irgendetwas in meinem Körper stimmt nicht.“
Dem Körper fehlen Bausteine – in der Regel Proteine.
Unabhängig vom Alter ist Eiweiß einer der wichtigsten Nährstoffe für Pferde.
Bei unzureichender Proteinzufuhr fehlen dem Körper die Bausteine für:
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Muskeln
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Gewebereparatur
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ein gesunder Magen/Darm
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Immunsystem
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Hormonhaushalt
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Ruhe, Energie und Stabilität
Wenn ein Pferd gewesen ist:
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voller Würmer
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unterernährt
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unregelmäßig gefüttert
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ohne Ballaststoffe ad libitum
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oder mit Ballaststoffen mit sehr niedrigem Proteingehalt gefüttert
...es kommt fast immer zu einer Proteinverzögerung .
Und genau das ist die Ursache für das Verhalten, das wir beobachten:
👉 Schlucken
👉 Aggression im Zusammenhang mit Futter
👉 Stress und Angst in Fütterungssituationen
👉 „Überlebensverhalten“
Das Pferd schreit tatsächlich:
„Gebt mir Bausteine – JETZT!“
Warum wird Mangel zu einem Verhalten?
Wenn dem Körper Proteine oder andere essentielle Nährstoffe fehlen, passieren drei Dinge:
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Das Pferd verspürt ständig Hunger , selbst wenn sein Magen „voll“ ist.
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Der Körper versucht, so schnell wie möglich Nahrung aufzunehmen , um den Verlust auszugleichen.
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Nahrungsmittel werden zu etwas, das es zu schützen gilt – instinktiv und ohne böse Absicht.
Es ist keine Bosheit.
Es ist Biologie.
Warum hilft ein Futterautomat mit langsamer Fütterung allein nicht?
Ein langsamer Fresser kann das Tempo verlangsamen – aber nicht die Ursache beseitigen.
Das Pferd schluckt nicht, weil es schlecht frisst .
Es verschluckt, weil dem Körper etwas völlig Grundlegendes fehlt.
Die Lösung liegt also in der Ernährung – nicht im Kinderbett selbst.
Was tun? – Ein ruhiger und effektiver Plan
1. Decken Sie Ihren Proteinbedarf – gezielt und regelmäßig.
Bei offensichtlichem Nahrungsmittelstress liegt fast immer ein tatsächlicher Mangel vor, der behoben werden muss.
Ein praktisches Beispiel:
👉 300 g Sojamehl pro Tag
als vorübergehende Unterstützung, um das Proteingleichgewicht wiederherzustellen.
Sojaschrot (ca. 45 % Rohprotein) ist eine gängige und gut dokumentierte Methode, um Pferden schnell verfügbare Nährstoffe zuzuführen.
Dies kann mit einer ausgewogenen Fütterung im Kinderbett kombiniert werden.
2. Sorgen Sie für eine stabile und ausgewogene Ernährung im Kinderbett.
Zum Beispiel „Jeden Tag glücklich“ oder „Höchstleistung“, was Folgendes bedeutet:
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sorgt für eine stetige Proteinversorgung
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enthält alle notwendigen Vitamine und Mineralstoffe
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hat einen niedrigen Zuckergehalt
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verleihe ruhige Energie
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können in kleinen, häufigen Mahlzeiten verabreicht werden
Regelmäßigkeit = Sicherheit im Körper.
3. Ballaststoffe rund um die Uhr
Ungeachtet des Alters sollte ein Pferd niemals mit leerem Magen gelassen werden.
Ständiger Zugang zu Ballaststoffen reduziert Panikessen.
4. Mehrere kleine Mahlzeiten zu Beginn
Teilen Sie die Tagesration in 2–3 Portionen auf.
Dadurch entfällt der „Kampf um Futter“ und die Notwendigkeit, Futtermittel zu schützen, verringert sich.
5. Raum und Sicherheit schaffen
Ein Pferd, das unter Futterstress leidet, tut dies nicht aus Bosheit.
Es ist eine Überlebensstrategie.
Wenn der Körper wieder im Gleichgewicht ist, beruhigt sich das Verhalten fast immer von selbst – und erst dann macht ein Training in „gutem Fressverhalten“ Sinn.
Abschluss
Futteraggression, Fütterungsstress und Schlucken haben selten mit Verhalten zu tun.
Es handelt sich fast immer um ein biologisches Signal für einen Mangelzustand im Körper – insbesondere für einen Proteinmangel .
Wenn der Proteinbedarf gedeckt ist, sich die Nahrungsaufnahme stabilisiert und der Körper Ruhe bekommt, ändert sich das Verhalten fast immer auf natürliche Weise.
Es handelt sich nicht um ein Verhaltensproblem.
Es ist der Körper, der versucht, das nachzuholen, was ihm fehlt.


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