Bei der Entwicklung neuer Produkte ziehen wir stets unser Expertengremium aus Tierärzten zu Rate, erhalten aber auch häufig Fragen von Tierärzten zu den Eigenschaften, der Zusammensetzung und der Wirksamkeit der Produkte. Eine dieser Fragen lautet:
Warum verwendet man Magnesiumoxid?
Wir verwenden Magnesiumoxid, weil es eine natürliche Form von Magnesium ist und bei Pferden am besten vom Körper aufgenommen wird.
Es ionisiert Kalzium und Magnesium nahtlos zur Aufnahme im Dünndarm, da Pferde über reichlich Magensäure verfügen.
Rechtfertigung
Magnesium erfüllt über 300 Funktionen bei Säugetieren. Für Pferde ist es insbesondere wichtig, das Gleichgewicht anderer Makromineralstoffe zu wahren und vor Endotoxinen zu schützen, die beispielsweise durch Darmprozesse wie Gärungsstörungen entstehen und Koliken und Lahmheit verursachen können.
Magnesium spielt unzählige Rollen im Energie-/Zuckerstoffwechsel, unter anderem beim Transport von Zucker in die Zellen, bei der Verbrennung, der Energiebildung/ATP sowie bei neuromuskulären Funktionen im Zusammenhang mit der Funktion des wichtigen Signalstoffs Acetylcholin.
Der Bedarf ist während des Wachstums, bei starkem Schwitzen/intensiver körperlicher Aktivität und bei Entzündungsrisiko erhöht. Daher ist der Gehalt in den Produkten von Regulator Complete (auch in Bezug auf Magnesium) hoch, um optimale Werte zu gewährleisten und dem Pferd im Hinblick auf seine verschiedenen biologischen Bedürfnisse einen Überschuss für die Gewichtszunahme zu sichern.
Magnesiumpräparate im Futter sind in vielen Formen erhältlich, wobei Magnesiumoxid natürlich vorkommt und bis zu 60 % Magnesium enthält, was eine gute Aufnahme und Speicherung im Körper gewährleistet.
Magnesiumcitrat kommt nicht natürlich vor (es muss hergestellt werden) und enthält einen deutlich geringeren Anteil an Magnesium, nämlich nur 11–16 %. Das bedeutet, dass die vierfache Menge hinzugefügt werden müsste, um einen bestimmten Gehalt zu erreichen.
Bei Tieren mit einem einhöhligen Magen gibt es keinen signifikanten Unterschied in der Absorption verschiedener Magnesiumarten, da die Absorption sowohl für Magnesiumoxid als auch für Magnesiumcitrat etwa 50 % beträgt und die Retention im Körper 34 % beträgt. Wie bereits erwähnt, muss jedoch etwa die vierfache Menge an Magnesiumcitrat verabreicht werden, um die gewünschte Menge zu erreichen.
In der menschlichen Ernährung gibt es – nicht relevant für Pferde – unterschiedliche Ansichten zur Bioverfügbarkeit bestimmter Citratformen. Diese sollen besser bioverfügbar sein als andere (typischerweise 30 % gegenüber 4 %, wobei sich diese Angabe auf Calcium und nicht auf Magnesium bezieht). Dies gilt insbesondere für ältere Menschen mit Magensäuremangel. Die Zusammenhänge sind jedoch nicht ausreichend belegt, da Citrate bei Fettverdauungsstörungen unverdauliche „Seifenverbindungen“ bilden können und andere Citratformen bei Einnahme zu den Mahlzeiten gut resorbiert werden. Magnesium wird generell besser bioverfügbar als Calcium (45–50 % gegenüber 25–30 %).
Abschluss
Tierschutzaspekte sind bei Pferden irrelevant, da diese in der Regel über reichlich Magensäure verfügen. Dadurch können sie Kalzium und Magnesium im Dünndarm leicht ionisieren und aufnehmen. Es gibt keinen Grund, dem Pferdefutter künstliches Magnesium zuzusetzen, insbesondere wenn dieses weniger wirksam ist.
Lesen Sie hier mehr über Magnesium: 100 % reichen nicht aus
Sollten Sie Fragen zu Magnesium haben, können Sie diese gerne im Kommentarfeld stellen, damit auch andere von der Antwort profitieren können.
Wissenschaftliche Quellen
- Magnesium als Nahrungsergänzungsmittel für Pferde – Stoffwechselstörungen – MSD Veterinary Manual (msdvetmanual.com)
- Die Bedeutung von Magnesium in der Pferdeernährung – Kentucky Equine Research (ker.com)
- Magnesium für Pferde: Welche Form ist die beste? (feedxl.com)
- Die Bedeutung von Magnesium für Pferde (agsolutions.com.au)


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