Räude ist eine der häufigsten Hauterkrankungen bei Pferden während der Herbst- und Wintermonate.
Aber bei Muk geht es selten nur um „Schlamm“.
Es geht dabei auch vor allem um die Fähigkeit der Haut, sich von innen heraus zu schützen – und hierbei spielen die Ernährung, das Fettsäureverhältnis, Vitamine und Mineralstoffe sowie die Qualität der Ballaststoffe eine entscheidende Rolle.
Was genau ist Muk?
Bei der Fesselgelenksentzündung (auch als Raupen- oder Fesselgelenksentzündung bezeichnet) handelt es sich um eine entzündliche Hauterkrankung, die häufig im Bereich der Sprunggelenke und der Fesselgelenke auftritt.
Es wird typischerweise durch eine Kombination folgender Faktoren ausgelöst:
-
Feuchtigkeit und Schlamm, die die Haut aufweichen und sie anfällig machen.
-
Mechanischer Verschleiß (z. B. durch lange Fellsträhnen, Erde oder Sandkörner)
-
Bakterien und Hefen, insbesondere Dermatophilus congolensis , die in feuchten Bedingungen gedeihen.
-
Die verminderte Barrierefunktion der Haut ermöglicht es Mikroorganismen, leichter einzudringen.
Das bedeutet, dass zwei Pferde auf derselben Koppel ein sehr unterschiedliches Risiko haben können, an Räude zu erkranken – abhängig von der Widerstandsfähigkeit ihrer Haut.
Die Barrierefunktion der Haut – der „unsichtbare Regenmantel“ des Pferdes
Die Hautoberfläche fungiert als Barriere, die den Körper vor Feuchtigkeit, Mikroorganismen und chemischen Einflüssen schützt.
Diese Barriere besteht unter anderem aus:
-
Dichte Hautzellen, die wie Ziegelsteine liegen
-
Der hauteigene Fettfilm (Lipidschicht) wirkt als „Mörtel“ zwischen den Zellen
-
Ein gesundes Mikrobiom, das unerwünschte Bakterien und Pilze in Schach hält.
Ist die Haut gesund und widerstandsfähig, kann sie Feuchtigkeit und Schlamm über längere Zeiträume problemlos aushalten.
Wird die Barriere jedoch geschwächt – beispielsweise durch einen Mangel an essentiellen Fettsäuren, wiederholte Reizungen, Mikronährstoffmängel oder ein geschwächtes Immunsystem –, wird die Haut anfälliger und Schmutz kann sich leichter festsetzen.
Omega-3 und Omega-6 – beide sind wichtig
Die Hautbarriere ist darauf angewiesen, dass dem Körper ausreichende Mengen an essentiellen Fettsäuren – sowohl Omega-3- als auch Omega-6-Fettsäuren – zur Verfügung stehen.
Omega-6-Fettsäuren (z. B. aus Gras, Raufutter, Heu, Wickel und Rapsöl) sind ein natürlicher Bestandteil des Pferdefutters und spielen eine wichtige Rolle für die Struktur der Haut, das Immunsystem und Entzündungsprozesse.
Omega-3-Fettsäuren (z. B. aus Leinsamen und Algen) haben eine ausgleichende und unterstützende Wirkung, unter anderem auf die Flexibilität und die Reparaturmechanismen der Zellmembranen.
Die Haut unterscheidet nicht zwischen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren als „gut“ oder „schlecht“ – sie benötigt beide in ausreichender Menge und im richtigen Verhältnis, um optimal zu funktionieren.
Viele Pferde erhalten ihren Grundbedarf an Omega-6-Fettsäuren über das Raufutter. Bei erhöhter Arbeitsbelastung, Fellwechsel oder Hautproblemen kann es jedoch sinnvoll sein, zusätzlich Rapsöl als Energiequelle und Omega-6-Ergänzungsmittel zu verabreichen.
Gleichzeitig stellt die Einnahme von RC O3 Algenöl sicher, dass auch genügend Omega-3-Fettsäuren vorhanden sind, um die natürlichen Regulationsmechanismen der Haut und des Körpers zu unterstützen.
Rapsöl und RC O3 Algenöl – Hand in Hand
Rapsöl ist eine stabile und leicht verfügbare Quelle für Omega-6-Fettsäuren, die dem Pferd zudem konzentrierte Energie für Erhaltungsleistungen oder Arbeit liefern.
RC O3 Algenöl liefert die aktiven Omega-3-Fettsäuren DHA und EPA in einer reinen, pflanzlichen und schwermetallfreien Form, die der Körper leicht verwerten kann.
Durch die Kombination von Rapsöl und RC O3 Algenöl erhält das Pferd eine solide Grundlage für beide Arten essentieller Fettsäuren – etwas, das Haut, Fell, Zellfunktion, Immunsystem und Leistung unterstützt.
Empfohlene Menge
Um eine ausreichende Versorgung zu gewährleisten, empfehlen wir:
-
Rapsöl: ca. 30–50 ml pro 100 kg Pferd pro Tag
-
RC O3 Algenöl: ca. 10 ml pro 100 kg Pferd pro Tag
Für ein 400 kg schweres Pferd entspricht dies 120–200 ml Rapsöl und 40 ml RC O3 Algenöl täglich.
Diese Mengen liegen innerhalb der dokumentierten Empfehlungen für Pferde und gewährleisten eine moderate, stabile Versorgung mit Energie und Fettsäuren, die Haut, Fell und die biologischen Funktionen des Körpers unterstützen, ohne die Verdauung zu belasten.
Ballaststoffe – die Grundlage für gesunde Haut und ein starkes Immunsystem
Bei RC beginnt alles mit dem Rohfutter.
Ein Pferd, das zu wenig oder zu nährstoffarmes Raufutter erhält, hat es schwerer, gesunde Haut, gesundes Fell und eine gesunde Immunfunktion aufrechtzuerhalten – egal wie viele Ergänzungsmittel man hinzufügt.
Damit der Körper sich verteidigen und Gewebe reparieren kann, muss er folgende Ballaststoffe zu sich nehmen:
-
Ausreichende Mengen (mind. 1,5–2 kg Trockenmasse pro 100 kg Pferd pro Tag)
-
Ausreichend hochwertiges Protein
-
Eine sinnvolle Zusammensetzung (NDF 50–65 %) für eine gesunde Verdauung und ein ausgewogenes Mikrobiom.
-
Ein niedriger bis mäßiger Zuckergehalt, abhängig von der Pferderasse.
Zahlreiche dänische Futteranalysen zeigen, dass insbesondere der Proteingehalt oft zu niedrig ist, um den Bedarf des Pferdes zu decken – vor allem während der Winterperiode und in Zeiten geringer Erntemenge.
Bei unzureichender Proteinzufuhr werden Haut, Fell, Hufwachstum, Immunsystem und Gewebeheilung negativ beeinflusst.
Vitamine und Mineralstoffe – kleine Nährstoffe, große Wirkung
Die Abwehrsysteme der Haut und des Körpers sind auf eine stetige und korrekte Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen angewiesen – insbesondere mit Mikromineralien wie Zink, Kupfer, Mangan und Selen, die eine wichtige Rolle bei der Barrierefunktion der Haut, der Immunantwort und den Reparaturprozessen spielen.
Ballaststoffe allein decken selten den Bedarf an diesen Mikronährstoffen.
Daher empfiehlt RC die Einnahme eines ausgewogenen Vitamin- und Mineralstoffpräparats, z. B.:
-
Jeden Tag glücklich – für die meisten Pferde
-
Höchstleistung – für Pferde im fortgeschrittenen Training, im Fellwechsel, im Gewebeaufbau oder mit besonderen Bedürfnissen
Ein stabiler Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen hilft der Haut, neue Zellen zu bilden, sich vor Mikroorganismen zu schützen und Belastungen durch Feuchtigkeit und Kälte standzuhalten.
Was Sie in der Praxis tun können
Um dem Pferd im Herbst und Winter bestmöglich zu helfen:
-
Die Haut so trocken und sauber wie möglich halten – ohne sie übermäßig zu waschen. Bei Bedarf ein mildes Reinigungsprodukt verwenden.
-
Schneiden Sie lange Haare an den Schwanzgelenken ab, wenn sich dort viel Feuchtigkeit und Schlamm ansammelt.
-
Die Haut von innen stärken:
-
Sorgen Sie für ein ausgewogenes Verhältnis von Omega-3- zu Omega-6-Fettsäuren im Futter.
-
Fügen Sie RC O3 Algenöl als Omega-3-Quelle hinzu.
-
Rapsöl dient als stabile Energiequelle und Omega-6-Ergänzung.
-
Versorgen Sie Ihren Körper mit den richtigen Bausteinen durch reichlich proteinreiche Ballaststoffe und eine ausgewogene Vitamin- und Mineralstoffergänzung.
-
-
Achten Sie auf Gewicht und Fellqualität – Veränderungen können frühe Anzeichen für Ernährungsungleichgewichte sein.
Zusamenfassend
-
Akne entsteht, wenn die Barrierefunktion der Haut geschwächt wird und Feuchtigkeit und Mikroorganismen die Oberhand gewinnen.
-
Die Festigkeit der Haut hängt auch von der Ernährung ab – insbesondere vom Fettsäureverhältnis, Proteinen, Vitaminen und Mineralstoffen.
-
Sowohl Omega-6- als auch Omega-3-Fettsäuren sind notwendig, und ein ausgewogenes Verhältnis unterstützt die Haut-, Fell- und Immunfunktion.
-
Rapsöl liefert Energie und Omega-6-Fettsäuren.
-
RC O3 Algenöl gewährleistet eine aktive Omega-3-Versorgung
-
Hochwertige Ballaststoffe und eine korrekte Mineralisierung sind die Grundlage für gesunde Haut.
-
Gute Hautpflege + richtige Ernährung = starke Haut und weniger Akneprobleme
📚 Akademische Grundlage
Calder PC (2017). Omega-3-Fettsäuren und Entzündungsprozesse. Biochem Soc Trans, 45(5):1105–1115.
Bailey SR et al. (2007). Saisonale Veränderungen im Kohlenhydratstoffwechsel bei Hufrehe des Pferdes. Equine Vet J, 39(1):43–48.
Harris PA & Geor RJ (2013). Equine Applied and Clinical Nutrition , Chapter 8.
Ziboh VA et al. (2000). Essentielle Fettsäuren und die Hautbarriere. Prostaglandins Leukot Essential Fatty Acids, 63(1–2):63–69.
Proksch E et al. (2008). Die Haut: eine unverzichtbare Barriere. Exp Dermatol, 17(12):1063–1072.
Dodson & Horrell. Produktdatenblatt „Equine Shine Rapeseed Oil“.
Equine Oil Supplies UK – Fütterungsempfehlungen für Rapsöl.


Kommentare (0)
Es gibt noch keine Kommentare. Sei der Erste, der einen Beitrag schreibt!