Die Debatte nach den Aussagen von Nanna Luthersson
Derzeit gibt es eine Debatte über die Verwendung von Stroh für Pferde, nachdem Nanna Luthersson in einem Interview sagte: „maximal 30 %“. In dem von ihr erwähnten Experiment wurde tatsächlich eine 50/50-Verteilung von Wickeltuch und Stroh verwendet – und das wirft natürlich die Frage auf: Wie viel Stroh kann ein Pferd tatsächlich vertragen?
Sie verwendeten sogar Weizenstroh – eine Strohart, die viele Menschen sonst nur ungern verwenden.
Warum gibt es unterschiedliche Empfehlungen?
👉 30 % ist eine vorsichtige Faustregel, die insbesondere dann relevant ist, wenn Sie keine zusätzlichen Proteine, Ballaststoffe und Mineralien zu sich nehmen.
👉 Aktuelle Forschungsergebnisse (u. a. Jansson 2018, Muhonen 2019) zeigen, dass gesunde Pferde bis zu 50 % der Trockenmasse des Raufutters in Form von Stroh vertragen, wenn der Fütterungsplan richtig ausbalanciert ist.
Stroh und Magengeschwüre – Mythos oder Tatsache?
Eines der häufigsten Argumente gegen Stroh ist das Risiko von Magengeschwüren. Hierbei ist es wichtig, Folgendes zu unterscheiden:
Studien zeigen, dass Stroh in festgelegten Mengen das Risiko von Magengeschwüren nicht erhöht. Im Gegenteil, es kann die Kauzeit verlängern und die Speichelproduktion anregen, was den Magen schützt.
Das Problem tritt typischerweise auf, wenn Pferde nur Stroh als Einstreu haben und daher kleine Mengen „auf leeren Magen“ fressen. Hierbei fehlen Zeit zum Kauen und Speichel, und die Säure kann den Magen leichter reizen.
Dies ist eine völlig andere Situation als die Verwendung von Stroh als strategischen Bestandteil eines Fütterungsplans.
Warum verwenden wir in Regulator Complete Strohhalme?
Bei Regulator Complete sehen wir Stroh als strategisches Futtermittel, insbesondere in unserem „Lighter Saturday“ -Konzept, von dem sparsame Pferde profitieren:
• Sättigung und Ruhe ohne zusätzlichen Zucker und Energie.
• Verdünnung von energiereichen oder zuckerhaltigen Wrap-Chargen.
• Längere Kauzeit – und dadurch mehr Speichel, was den Magen schützt.
• Unterstützung der Darmflora, wenn Stroh mit Proteinen (z. B. Luzerne, Sojaschrot oder Sojamehl) und fermentierbaren Ballaststoffen wie Rübenpellets kombiniert wird.
Das Wichtigste, was man sich merken sollte
Stroh allein reicht nie aus. Es muss immer ergänzt werden durch:
• Protein
• Fermentierbare Ballaststoffe
• Vitamine und Mineralstoffe
• Salz – damit das Pferd auch genug trinkt
Abschluss
Es gibt keine Zahl, die für alle Pferde gilt.
• 30 % ist eine konservative Standardempfehlung.
• Bis zu 50 % können für viele Pferde gut funktionieren, wenn der Fütterungsplan richtig zusammengestellt ist und Protein, Ballaststoffe und Mikronährstoffe berücksichtigt.
👉 Stroh ist daher an sich kein Risiko, sondern ein wertvolles Werkzeug, wenn es klug und im richtigen Kontext eingesetzt wird.


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