Sojaskaller, Peak Performance og mælk i yveret – myte eller reel effekt?

Sojabohnenschalen, Höchstleistungen und Milch im Euter – Mythos oder Realität?

14. Oktober 2025Ingeborg Rahbek Pedersen

Soja, Phytoöstrogene und Stuten mit Milch im Euter – Mythos oder Realität?

Kurz gesagt – das Wesentliche für alle, die nur das Wichtigste wollen:

  • Phytoöstrogene kommen natürlicherweise in allen Hülsenfrüchten vor – einschließlich Luzerne und Esparsette.

  • Die in Peak Performance verwendeten Sojabohnenschalen enthalten sehr geringe Mengen an Phytoöstrogenen.

  • Die Laborexperimente, die den Mythos von „hormonell störendem Soja“ geschaffen haben, verwenden unrealistisch hohe Dosen und umgehen die körpereigenen Regulationsmechanismen.

  • Ballaststoffe können vorübergehend den Östrogenstoffwechsel des Körpers verändern, was bei manchen Stuten für kurze Zeit zu einer geringen Flüssigkeits- oder Milchbildung im Euter führen kann.

  • Die Reaktion ist in der Regel vorübergehend und harmlos, da sich der Körper anpasst.


Was sind Phytoöstrogene – und wo kommen sie vor?

Phytoöstrogene sind natürliche Pflanzenstoffe, die in allen Hülsenfrüchten vorkommen – nicht nur in Soja, sondern beispielsweise auch in Luzerne und Esparsette.

Sie verdanken ihren Namen der Tatsache, dass ihre Molekularstruktur dem körpereigenen Östrogen ähnelt. Das bedeutet aber nicht, dass sie im Körper wie Östrogen wirken.

Die bekanntesten Phytoöstrogene in Soja sind Isoflavone (darunter Genistein und Daidzein). Diese Substanzen kommen hauptsächlich im Keimling und in den Keimblättern der Sojabohne vor – nicht in der Schale.

👉 Sojabohnenschalen, die wir in Peak Performance verwenden, enthalten daher nur sehr geringe Mengen an Phytoöstrogenen [1–3].


Woher stammt der Mythos von „hormonell störendem Soja“?

Der Mythos beruht hauptsächlich auf Laborexperimenten mit Zellkulturen, bei denen extrem hohe Isoflavonkonzentrationen verwendet wurden – weit über dem, was ein Pferd durch normales Futter aufnehmen kann.

Im Labor kann man diesen Effekt beobachten, weil man:

  • Umgeht die Verdauung und die körpereigene Mikroflora

  • Verhindert Leberabbau und -regulierung

  • Verwendet Konzentrationen, die die Realität in lebenden Organismen überhaupt nicht widerspiegeln.

Im Körper des Pferdes werden Phytoöstrogene umfassend verdaut und umgewandelt. Ihre Bindung an Östrogenrezeptoren ist ebenfalls sehr schwach – etwa 1/400 der körpereigenen Östrogenbindung – und erfolgt primär an ERβ (z. B. im Knochengewebe) und weniger an ERα, der am stärksten auf das Hormon reagiert [4–6].

👉 Das bedeutet, dass Phytoöstrogene in der Praxis eine modulierende Wirkung haben, keine hormonstimulierende Wirkung.


Warum kann das Euter noch reagieren?

Wenn eine Stute ein neues Futter mit einer anderen Faserzusammensetzung erhält, kann dies den Östrogenstoffwechsel des Körpers vorübergehend verändern.

Dies liegt vor allem daran, dass fermentierbare Ballaststoffe den Stoffwechsel und die Rückführung von Östrogenen in Leber und Darm beeinflussen (den sogenannten enterohepatischen Kreislauf) [7–9].

  • Ballaststoffe können beeinflussen, wie schnell Östrogene ausgeschieden oder wieder in den Blutkreislauf aufgenommen werden.

  • Dies kann zu einer kurzen Zeitspanne führen, in der die Stute eine gewisse „hormonelle Reaktion“ zeigt – zum Beispiel eine leichte Schwellung oder etwas Milch im Euter.

  • Bei manchen Stuten kann dies durch den Rossezyklus oder natürliche saisonale Hormonschwankungen verschlimmert werden.

👉 Es ist daher weder gefährlich noch ein Zeichen für hormonelle Störungen, sondern vielmehr ein Ausdruck der körpereigenen Anpassung.


Typischerweise vorübergehend und völlig harmlos

In den allermeisten Fällen verschwindet die Schwellung nach einigen Wochen, sobald sich der Körper an die neue Ernährung gewöhnt hat.

Wenn es der Stute ansonsten gut geht, sie gut frisst und keine Anzeichen von Krankheit oder Unwohlsein zeigt, besteht kein Grund zur Sorge.

Vielleicht möchten Sie hin und wieder in ein paar Wochen ein Foto machen, um den Fortschritt zu dokumentieren.


📚 Quellen

  1. Setchell KD, Cassidy A. Isoflavone in der Ernährung: Biologische Wirkungen und Relevanz für die menschliche Gesundheit. J Nutr. 1999.

  2. Murphy PA et al. Isoflavone in Sojaprodukten: Konzentrations- und Verarbeitungseffekte. J Agric Food Chem. 1999.

  3. Tsukamoto C et al. Faktoren, die den Isoflavongehalt in Sojabohnensamen beeinflussen. J Agric Food Chem. 1995.

  4. Kuiper GGJM et al. Wechselwirkung von östrogenen Chemikalien und Phytoöstrogenen mit dem Östrogenrezeptor β. Endocrinology. 1998.

  5. Patisaul HB, Jefferson W. Die Vor- und Nachteile von Phytoöstrogenen. Front Neuroendocrinol. 2010.

  6. Messina M. Soja und Gesundheit – ein Update: Auswertung der klinischen und epidemiologischen Literatur. Nutrients. 2016.

  7. Adlercreutz H et al. Darmmetabolismus von Östrogenen. J Steroid Biochem. 1984.

  8. Goldin BR et al. Der Einfluss von Ballaststoffen auf den Östrogenstoffwechsel bei Frauen. Am J Clin Nutr. 1982.

  9. Lamp JW et al. Ballaststoffe und fäkale Östrogenausscheidung bei prämenopausalen Frauen. Cancer Causes Control. 1993.


Zusamenfassend

  • Die Sojabohnenschalen in Peak Performance enthalten nur minimale Mengen an Phytoöstrogenen.

  • Phytoöstrogene haben in den Dosen, die Pferde über das Futter aufnehmen, keine endokrinschädigende Wirkung.

  • Ein geringer Milchaustritt im Euter kann vorübergehend aufgrund eines veränderten Östrogenstoffwechsels bei Futterumstellung auftreten – nicht aufgrund von „Sojahormonen“.

  • Die Reaktion ist typischerweise vorübergehend und harmlos.

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